Im Rahmen der Internet-Studie „WWW-Benutzer-Analyse W3B“ untersuchte das Marktforschungsunternehmen Fittkau & Maaß für die Suchmaschinen-Marketing Agentur eprofessional Fragen zum Thema „Suchen im Internet“.

Zu den wichtigsten Studienergebnissen zählt die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der befragten Nutzer (insgesamt 53,1%) die normale Suchergebnisliste (algorithmischer Index) bevorzugen und nicht auf bezahlte Textanzeigen wie beispielsweise Google AdWords (sogenannte Sponsored Links) klicken. 28,4 Prozent der User machen es jedoch vom Inhalt ihrer Suchanfrage abhängig, ob sie auf Index-Ergebnisse oder Anzeigen klicken.

Suchmaschinen werden von den Usern in jeder Phase ihres Kaufentscheidungsprozesses eingesetzt: 57,2 Prozent der Suchmaschinen-Nutzer geben an, dass sie Suchmaschinen eher am Anfang ihrer Suche nutzen, um einen Überblick über das Angebot im Internet zu erhalten. 29,4 Prozent setzen sowohl am Anfang ihrer Suche als auch kurz vor dem tatsächlichen Kauf auf Suchmaschinen.

Auf die Frage, wie Suchmaschinen-User reagieren würden, wenn sie gegen Ende einer Produktsuche (d.h. kurz vor der Kaufentscheidung) in einer Suchergebnisliste auf einen Anbieter stoßen, der ihnen bereits zu Beginn ihrer Suche aufgrund ausführlicher Produktinformationen positiv aufgefallen ist, antworten 48,6 Prozent: „Ich klicke aufgrund der guten Produktinfos erneut auf das Ergebnis.“ Ein Viertel der User kauft bei diesem Anbieter jedoch nur dann ein, wenn er das gesuchte Produkt auch noch sehr günstig anbietet. Immerhin 10 Prozent der User sind bereit beim Anbieter mit guten Produktinfos auch etwas mehr zu bezahlen.

Interessant ist auch das Ergebnis, dass 31,8 Prozent der Suchmaschinen-Nutzer davon überzeugt sind, dass Anbieter, die bei mehreren Suchanfragen nach einem Produkt in den Suchergebnissen immer wieder ganz oben auftauchen, in diesem Bereich führende, bekannte Anbieter sind. Allerdings: Rund 30 Prozent der User geht auch davon aus, dass diese Anbieter eher teuer sind, weil sie viel Geld für Suchmaschinen-Werbung ausgeben.

Wird ein Anbieter, den ein Suchmaschinen-User nach einer Suchanfrage in der Ergebnisliste erwartet hätte, nicht gefunden, so schließt ein Drittel der User daraus, dass dieser Anbieter das gesuchte Produkt nicht führt. 16,5 Prozent der User glauben dann, dass der Anbieter in diesem Bereich offensichtlich kein führender Anbieter ist. Nur 3,7 Prozent der User führen diesen Umstand darauf zurück, dass der Anbieter wirtschaftliche Probleme hat und deshalb keine Suchmaschinen-Werbung betreibt.

Das bedeutet für Online-Anbieter, dass ihre Produkte und Dienstleistungen sowohl bei generischen Suchanfragen (z.B. „Handy“), die User zumeist zu Beginn eines Suchprozesses stellen, als auch bei spezifischen Suchanfragen (z.B. „Samsung SGH-D500“), die User meistens erst kurz vor dem Kauf stellen, zu finden sein müssen.

Christian Petersen, Gründer und Geschäftsführer von eprofessional, hat die Studie bei Fittkau & Maaß in Auftrag gegeben: „Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, wie wichtig es für alle Online-Anbieter ist, in Suchmaschinen gefunden zu werden – und zwar sowohl im Index als auch in den Textanzeigen. Denn je nach Inhalt der Suchanfrage wählt der Suchmaschinen-User Ergebnisse aus dem Index oder aus den Sponsored Links aus. Wer dann in den Ergebnislisten nicht zu finden ist, ist für potentielle Online-Käufer nicht existent. Das gilt auch für bekannte Marken: Denn wenn der User den Anbieter bei seiner anfänglichen Produktsuche nicht findet, geht er davon aus, dass der Anbieter dieses Produkt gar nicht führt – auch, wenn dem nicht so ist.“