Was ist ein Affiliate-Programm?

Ein Affiliate-Programm ist eine Werbeverknüpfung im digitalen Marketing. Der Begriff geht auf das englischsprachige Wort „affiliate“ zurück, welches übersetzt „verbinden“ bzw. „herleiten“ bedeutet (als Verb), aber auch „Vertragspartner“ (als Substantiv).

Wie läuft ein Affiliate-Programm ab?

Grundsätzlich wird im Rahmen eines Affiliate-Programms eine Absprache zwischen Händler/Dienstleister („merchant“) und dem jeweiligen Vertragspartner (eben dem „affiliate“) getroffen. Auf der Website des Vertragspartners werden dann spezielle Werbelinks und Banner angebracht, über die der Endkunde von der Seite des Vertragspartners zum Händler weitergeleitet wird. Für diese Art der Kundenbeschaffung erhält der Vertragspartner eine Provision.

Wie berechnet sich die Provision für den Vertragspartner?

Je nach Größe des Webauftritts des Vertragspartners kann sich die Provision nach verschiedenen Kriterien zusammensetzen. Häufig gewählte Abrechnungsmethoden sind etwa folgende:

  • Der Vertragspartner erhält für jeden Klick eine Vergütung, mit der der potenzielle Kunde zur Website des Händlers gelangt („Pay per Click“)
  • Der Vertragspartner erhält erst dann eine Provision, wenn der interessierte Kunde auch tatsächlich eine Bestellung tätigt („Pay per Sale“)
  • Sofern es sich bei dem Händler nicht um einen klassischen Online-Shop, sondern vielmehr einen Dienstleister handelt, kommen auch die Varianten „Pay per Install“ (der Vertragspartner erhält dann eine Provision, wenn der Kunde ein angebotenes Programm installiert) oder „Pay per SignUp“ (hierbei gibt es eine finanzielle Beteiligung, wenn der Konsument sich bei dem Service des jeweiligen Dienstleisters anmeldet) infrage

Welche Websites setzen auf Affiliate-Programme?

Einerseits existieren spezielle Werbeseiten, die einzig und allein zu dem Zweck bestehen, den Kunden für die gezeigten Produkte zu interessieren und ihn zum betreffenden Händler weiterzuleiten.

Darüber hinaus arbeiten jedoch auch kritische und unabhängige Websites mit Affiliate-Programmen. So kann zum Beispiel eine Website, die Rezensionen zu Büchern, Musikalben und Videospielen ins Internet stellt, dem Leser unter der jeweiligen Rezension anbieten, ihn zu einem Online-Shop weiterzuleiten, wo er das entsprechende Produkt kaufen kann.

Generell sind es eher kleine und mittelgroße Homepages, die auf Affiliate-Programme setzen, um sich zu finanzieren. Etablierte Homepages verfügen in der Regel über eine derart aufgebaute Struktur, dass sie sich bereits selbst vermarkten können.

Welche Affiliate-Programme gibt es?

Manche Online-Shops und Dienstleister bieten über ihre Marketingabteilungen eigene Affiliate-Programme an, die interessierte Partner direkt auf ihrer eigenen Website integrieren können. Andererseits existieren auch Unternehmen, die spezialisierte Affiliate-Varianten für verschiedene Branchen anbieten. Diese fungieren gewissermaßen als mediale Vermittler zwischen Händler und Vertragspartner.

Welche Affiliate-Methode ist die Beste?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Damit der Vertragspartner vom Affiliate-Programm profitiert, sollte er das Programm an seinen Kapazitäten ausrichten. Bei spezialisierten Websites mit relativ wenigen Besuchern macht beispielsweise eine Bezahlmethode, bei der pro tausend Klicks eine Provision anfällt, aus finanzieller Sicht wenig Sinn. Viel erfolgsversprechender sieht es dagegen bei der Bezahlung pro Bestellung aus, da die mit dem Thema vertrauten Seitenbesucher beim Betreten der Website oft schon eine Kaufabsicht im Hinterkopf haben. Die Website sollte außerdem nicht mit Werbeeinblendungen überfrachtet werden, weil dies sehr unseriös und übertrieben wirkt. Stattdessen sollte die Schaltfläche, die den Konsumenten zum jeweiligen Partner weiterleitet, punktuell und dennoch anregend gesetzt werden.

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